Jonas Dams, Friendly Captcha

Shownotes

Digitale Souveränität für alle - In dieser Episode geht es um Digitale Souveränität. Wir fragen, was diese im Alltag und für Unternehmen bedeutet und warum Datenschutz, Transparenz, Wahlfreiheit und ein bewusster Umgang mit digitalen Technologien eine zentrale Rolle spielen. Unser Gast? Jonas Dams von Friendly Capture, einem datenschutzfreundlichen Botschutzanbieter. Das Unternehmen verzichtet auf permanentes Tracking, Nutzerprofile und die Weitergabe vom Surfverhalten der Nutzer für Werbezwecke. Jonas Dahms findet den Umgang mit Regulierung im Umfeld der Digitalen Souveränität wichtig. Europäische Vorgaben könnten für mehr Transparenz und klare Rahmenbedingungen sorgen.

Eine Sache gehe für Friendly Captcha aber gar nicht: Cookie- und Consent-Banner. Diese würden Nutzer häufig mit langen Datenschutzerklärungen, komplizierten Auswahlmöglichkeiten und zusätzlichen Klicks konfrontieren. Entscheidend beim Datenschutz seien für Jonas Dahms Verständlichkeit und Nutzer nicht mit der Verantwortung für komplexe Datenschutzentscheidungen allein zu lassen. Also, viel Spaß beim Reinhören.

Transkript anzeigen

00:00:03: Herzlich willkommen zum Netzwerk-Podcast namens High Speed von PandaCom.

00:00:07: Neue Technologien zur Datenkommunikation bestimmen unsere Abläufe und Denkweisen.

00:00:12: Seit Jahren reden wir von künstlicher Intelligenz, Generative AI oder JetGPT – all das stellt massive Anforderungen an das Herzstück!

00:00:22: Die Netzwerke zur Daten kommunikation.

00:00:24: Jede Firma, jeder Landkreis und jedes Rechenzentrum ist auf sie angewiesen.

00:00:29: Wir möchten mit dem Podcast Highspeed alle Fragmente aus Netzwerkerperspektive beleuchten, die ein modernes Leben in Hochgeschwindigkeit erst möglich machen.

00:00:38: Kommen Sie mit auf die spannende Reise quer durch die Telekommunikation!

00:00:42: Was ist alles mitzudenken beim Design eines Netzwerkes?

00:00:46: Das beleuchte wir mit unseren Gästen in vielerlei Hinsicht – nicht nur aus technologischer Sicht.

00:00:52: Wir sprechen alle angrenzenden Aspekte der Highspeed-Datenkomunikations an Gesellschaftliche, politische, ethische und philosophische.

00:01:01: Wir wünschen viel Spaß beim Zuhören!

00:01:03: Digitale Souveränität – wer hat eigentlich die Kontrolle über unsere Daten?

00:01:07: Und wer schaut dabei vielleicht noch mit?

00:01:10: Genau darum geht es heute bei HighSpeed zu Gast des Jonas Dams von Friendly Capture.

00:01:15: das Unternehmen schützt Websites vor Bots und versucht dabei die Nutzerinnen und Nutzern möglichst in Ruhe zu lassen.

00:01:22: Kein permanentes Tracking, keine heimlichen Nutzerprofile für Datenschutz und Barrierefreiheit von Anfang an.

00:01:30: Wir sprechen darüber was digitale Souveränität eigentlich bedeutet.

00:01:34: Warum es manchmal einen Blick hinter die Eigentümerstruktur eines Technologianbieters braucht?

00:01:40: Und weshalb europäische Regulierung nicht nur lästige Bürokratie sein muss!

00:01:45: Natürlich geht es auch um die kleinen digitalen Zumutungen unseres Alltags.

00:02:10: Ja, vielen Dank für die Einladung.

00:02:11: Ich freue mich sehr heute hier dabei zu sein bei dem Gespräch.

00:02:15: Mein Name ist Jonas Darmes.

00:02:16: Ich bin verantwortlich für das Business Development bei der Friendly Capture und wir sind ein datenschutzfreundlicher Botschutzanbieter, wir sitzen im Daniel von München.

00:02:30: Wir sind jetzt seit knapp sechs Jahren am Markt und unser Kernprodukt ist eine Capture-Lösung.

00:02:36: Und was bei uns ganz besonders wichtig ist, wir setzen auf Privacy and Accessibility first.

00:02:41: Das bedeutet, wir nehmen viele der Regulierungen in europäischen Umfeld sehr ernst, auch in unserer Produktentwicklung und möchten eben gerade die Themen Datenschutz- und Barrierefreiheit im digitalen Raum in das Zentrum unseres Produktes stellen.

00:02:55: Neben natürlich der Kernfunktion der Sicherheit ist es denke ich selbst erklärend.

00:03:00: Und Sicherheit und digitale Souveränität sind für Sie dasselbe?

00:03:06: Nein, Sicherheit und Digitale Soveränität.

00:03:09: Ich denke, digitale Souveränität hat einfach viel mit selbstbestimmten und informierten Handeln auch zu tun.

00:03:17: Und trägt sicherlich zur Risikominumierung bei.

00:03:21: Wenn man das Argument dann umdrehen möchte vielleicht ein Stück weit zur Sicherheit oder zur Absicherung des eigenen Textes.

00:03:29: Denn ich denke eine souveräne Entscheidung treffen zu können, eine informierte Entscheidung treffen und gegebenenfalls aus Alternativen wählen zu können trägt einfach dazu bei, dass man keine Klumpenrisiko hat oder eine gewisse Abhängigkeit von Differanten- oder Dienstleistern die sie nicht so ohne Weiteres abstellen lassen.

00:03:50: Ich würde nicht sagen das es was mit Autarkiel zu tun hat im Sinne von Man muss alles selber bauen können oder alles selber beherrschen können Sondern Es geht wirklich um die Kontrolle und um die Transparenz an der Stelle.

00:04:01: Wer hat meine Daten?

00:04:02: Wer hat eigentlich rechtlich Zugriff auch auf diese Systeme die ich einsetze?

00:04:07: Kann ich den Anbieter gegebenenfalls wechseln, wenn ich das wollte?

00:04:12: Oder ist es einfach tief in meinen Strukturen so integriert dass das nicht ohne weiteres möglich wäre auch ohne gewisse unternehmerische Risiken einzugehen.

00:04:22: Geschweige denn die ganzen politischen Risiken, die natürlich auch damit einhergehen Denn es gibt ja sicherlich unterschiedliche Perspektiven an der Stelle ob's um den unternehmerischen Technologiestack geht.

00:04:37: die öffentliche Hand geht oder gegebenenfalls sogar dann in die Richtung des Verteidigungssektors oder Sicherheitssektor.

00:04:44: Es gibt viele Unternehmen, die behaupten sie würden digitale Souveränität ihren Kunden bieten können.

00:04:51: wenn man jetzt mal in die Besitzstruktur und die Besitzerverhältnisse von diesen Unternehmen reinschaut stellt man fest dass die doch noch in amerikanischer Hand sind.

00:05:01: ist das eine Augenwischerei?

00:05:02: Ja das ist wirklich ein wichtiger Punkt den Sie da ansprechen glaube ich.

00:05:07: Ich denke dieses, ich nenn's mal Marketingproblem sehen wir ja nicht nur in der digitalen Souveränität.

00:05:14: Wir kennen das alles feststehende Begriff auch im Bereich Nachhaltigkeit Greenwashing und so weiter und sofort.

00:05:20: es sind alles keine geschützten Terminologien.

00:05:23: Es gibt jetzt glücklicherweise doch immer mehr auch klare Positionierungen aus der Spitzenpolitik heraus.

00:05:29: Jetzt zuletzt begleitet glaube ich im Rahmen der VivaTech einer großen Technologie messend Paris wo Auch eine gemeinsame Erklärung von deutscher und französischer Spitzenpolitik getätigt worden ist da angehend, was denn eigentlich europäisch souverän im Kontext von Technologie bedeutet.

00:05:47: Ich glaube es ist auch wichtig dass wir uns damit unseren Nachbarstaaten innerhalb des europäischen Wirtschaftsraums verständigen und auch ein gemeinsames Verständnis dafür entwickeln, was das bedeutet.

00:06:00: Denn ganz zentral ist ja eben auch die Verfügbarkeit der Juristiktionen.

00:06:05: dann über die Daten und über die Technologien.

00:06:07: Und wir sehen es eben gerade jetzt mit dem Beispiel auf die USA, das Sie jetzt angeführt haben, dass es doch kritisch ist zu sehen, dass da einfach auch von Seiten der Administration oder der Dienste immer wieder Einflussnahmen zu sehen sind.

00:06:22: Ich glaube man sollte da schon genau auch hinschauen also und das vielleicht auch mehr noch zum Teil eines Beschaffungsprozesses oder Einkaufsprozesses machen sozusagen nebst jetzt Preis- und Funktionsumfang Was steckt denn eigentlich dahinter?

00:06:35: Und wir sehen es natürlich selber, konkret auch an unserem Beispiel im täglichen Arbeiten.

00:06:42: Je regulierter dann doch ein Bereich ist und je professioneller dort auch reagiert wird, würde ich sagen gerade jetzt im Finanzdienstleisterbereich oder im Gesundheitsdienstleistereich bei Krankenkassen, bei Bankenversicherungsgesellschaften die schauen da schon sehr genau hin und möchten wissen wer wiederum unsere Dienstleister sind wieder die Besitzverhältnisse sind und so weiter.

00:07:05: Und da wird auch Transparenz verlangt, und wenn man dem nicht gerecht werden kann in der hinreichenden Maße, dann fällt man aus den Beschaffungsprozess raus.

00:07:13: Damit kann es durchaus am Ende ein Wettbewerbsvorteil sein, wenn man so möchte.

00:07:18: Trotz der ganzen Bürokratie ist das eine Stärkung und einfach auch eine Honoration für die Anstrengungen, die wir unternommen

00:07:26: werden.".

00:07:27: Sie haben ja gesagt, dass es ihr Unternehmen seit sechs Jahren gibt?

00:07:31: Und vor sechs Jahren war das Thema digitale Souveränität ja noch gar nicht so unwog.

00:07:37: Würden Sie denn sagen, dass sie das glücklicherweise positiv mitnehmen

00:07:40: können?

00:07:43: Sehr gute Verknüpfung!

00:07:45: Ich würde sagen es war schon so, dass jetzt Friendly Capture aus der Notwendigkeit heraus gegründet worden ist, der großen Entwicklung rund um die Datenschutzgrundverordnung gerecht zu werden.

00:07:59: Diese Entwicklung, das Jahr zwanzig dreizehn Edward Snowden NSA Abhör Skandal.

00:08:05: Dann wurde der breiten Öffentlichkeit zum ersten Mal so richtig bewusst dass auch Befreundete oder verpartnerte Länder mit Daten systematisch umgehen und diese für ihre Zwecke auch nutzen und einsetzen.

00:08:19: Und dann wurde mit dem Schrems zwei Urteil zwanzichzwanzig eigentlich die EU-US Privacy, Shield-Vereinbarung gekipptes bedeutet.

00:08:32: Also man hat gesagt es ist nicht mehr ohne weiteres zulässig personenbezogene Daten in Drittländer zu übertragen und dort auch zur Verarbeiten und zu speichern.

00:08:41: Und dann ging die ganze Geschichte eigentlich so richtig los und das ist tatsächlich auch eine kleine Komponente der Gründungsgeschichte von Fender Capture dass wir damals gesehen haben, dass der Schutz einer Website oder von Nutzerentaktion auf eine datenschutzfreundliche Art und Weise eben einfach schlichtweg so nicht verfügbar ist am Markt.

00:09:01: und da ist dann die Gründung im Prinzip reingegangen.

00:09:06: Wird es demnächst oder in absehbarer Zukunft auch mal Unternehmen geben, Startups geben?

00:09:13: Die das alles automatisieren, dass man trotzdem den Schutz noch hat, die Sicherheit noch hat.

00:09:19: Ja also wenn Sie mich fragen ob ich Bürokratie gerne mache oder mag Dann kann ich das natürlich nur verneinen.

00:09:26: Also ich glaube, keiner klickt sich gerne durch so einen Dutzende seitenlangen Fragebogen im Einkaufsprozess und legt Rechenschaft darüber ab.

00:09:36: Welche Standards er jetzt erfüllt oder nicht?

00:09:39: Es gibt dann natürlich Hilfswege, ISO-Zertifizierungen oder andere Zertifozierungen oder Testharte die einem schon mal einfach den Prozess vielleicht abkürzen können weil man sich auf gemeinsame Standards geeinigt hat, die man dann einhalten muss.

00:09:54: Das ist sicherlich ein hilfreicher Rahmen, ist aber irgendwo auch Bestandteil von dieser gesamten Bürokratie am Ende.

00:10:02: Natürlich, Technologie kann diese Prüfprozesse unterstützen und beschleunigen – das sehen wir natürlich auch!

00:10:07: Und da gibt es sicherlich auch einen ganz, ganz vitalen Markt im Startup-Bereich.

00:10:14: Also Softwarelösungen, die explizit diese Thematik adressieren und dann beim Matchmaking helfen und einfach gucken was erfülle ich nicht?

00:10:22: und auch so Zertifizierungsprozesse zu beschleunigen.

00:10:25: Das kann sicherlich helfen.

00:10:28: Ich möchte noch mal auf den Beginn der Frage ein bisschen zurückkommen, ob es in einem grundsätzlichen Widerstand zu einer globalisierten Welt steht oder vielleicht zu einem globalisierenden Handel steht.

00:10:40: Und das mag auf dem ersten Blick vielleicht so wirken aber ich sehe eigentlich genau dass das Gegenteil der Fall ist.

00:10:50: also Es ist schon so, dass viele dieser Regulierungen, die am Ende auch unsere Werte repräsentieren, die wir hier in Europa hochhalten und die uns wichtig sind.

00:11:00: Und die unsere Politik dann in unserem Auftrag als Bürgerinnen- und Wählerin umsetzt.

00:11:08: Auch global gewertschätzt wird und nicht ohne Grund.

00:11:10: Das ist so das auch die europäische Datenschutzgrundverordnung beispielsweise so als Goldstandard ein Stück weit gilt und viele Länder merkt global sich daran auch streng orientieren.

00:11:20: Das Japan, Indien, Südkorea, Südafrika, Brasilien – alle diese Ländergesetzgebungen orientieren sich sehr stark am europäischen Vorbild und auch in den USA.

00:11:30: Es ist so dass das zwar kein Bundesgesetz ist aber viele Bundesstaaten wie Kalifornien zum Beispiel sehr strenge Vorgaben dort machen scheint ein gewisser Widerspruch zu sein weil ja die meisten dieser datenorientierten Unternehmen aus dem Silicon Valley und aus Kalifornin kommen.

00:11:46: Aber auch da merkt man ja immer wieder und kriegt es, wenn man in den entsprechenden Medien unterwegs ist mit das.

00:11:52: Da immer wieder auch Konfrontationen entstehen zwischen den regulierenden Behörden in den USA und den Unternehmen die natürlich ihre unternehmerische Freiheit auch irgendwo nachvollziehbarerweise gerne ausbauen oder verteidigen möchte.

00:12:08: Also Sie würden sagen dass nicht der Wettbewerbsfähigkeit von der europäischen Ökonomie schadet?

00:12:16: Nein, wie gesagt ich sehe da eher das Gegenteil ist der Fall.

00:12:20: Ich glaube es kann auch innovationstreiber sein eben genau Lösungen zu entwickeln die einfach im Rahmen unserer Regeln funktionieren und dann wertschätzen dem Menschen das auch weil auch in den Einkaufsabteilungen von Konzernen am Ende Menschen und Bürgerinnen und Bürgersitzen die wissen für ihren Fachbereich verstehen und begreifen was das für Auswirkungen haben kann welchen Risiko sie sich gegebenenfalls aussetzen wenn Sie beispielsweise die Nutzerdaten eines jeden Websites Besucher einfach mal eben so weitergeben, preisgeben, tracken lassen abführen lassen.

00:12:55: Und da haben doch auch die meisten noch einen gewissen Stolz oder auch Ernsthaftigkeit bei dem Thema und sagen nee das nehme ich ernst weil ich möchte ja selber als Nutzer im Internet nicht den Mächten ausgesetzt sein.

00:13:11: Das klingt jetzt ein bisschen pathetisch aber am Ende einfach Kontrolle darüber haben, was mit meinen Informationen passiert.

00:13:17: Ja ja

00:13:18: richtig ganz genau!

00:13:19: Was schätzen Ihre Kunden denn eigentlich am meisten an Ihnen?

00:13:22: Wissen Sie das?

00:13:23: Also ich glaube zum einen überzeugt tatsächlich einfach die Qualität des Produkts.

00:13:27: also Friendly Capture leistet das was es verspricht nämlich Nutzerinteraktion wirksam zu schützen oder Unternehmen wirksam gegen verschiedene Angriffsszenarien zu schützen.

00:13:38: Wir sehen da nahezu keinen Churn, wie man so schön sagt.

00:13:42: Also wenn ein Kunde mal bei uns gelandet ist dann bleibt er auch Kunde weil es einfach out of the box funktioniert.

00:13:48: das das eine und zum anderen ist glaube ich eben tatsächlich unser Ansatz sehr greifbar zu sein sehr transparent zu sein auch jederzeit ein Gespräch anzubieten und klarzustellen was tun wir?

00:13:58: Was tun wir nicht?

00:14:01: Und jeder Datenschutzanwalt ist jederzeit herzlich eingeladen sich mit uns zusammenzusetzen unter uns zu löchern weil wir das einfach für einen wesentlichen Bestandteil halten, es sollte transparent sein.

00:14:12: Wir sind ja der Auftrag im Namen unserer Kunden Daten dann zu verarbeiten und ich denke dass sicherlich auch eine Komponente je größer das Unternehmen wird was man da beauftragt desto schwieriger wirds da wirklich in die Tiefen vorzudringen.

00:14:28: Da gibt's dann nur mehr Allgemeine weiß ich nicht DPA-Daten Data Processing Agreements die irgendwie sehr generisch beschreiben, dass es sich da um Dienste handelt und die müssten verbessert werden.

00:14:41: Und dafür dürften Daten auch abgeführt werden usw.

00:14:46: Persönlichen Zustimmung immer so lästig finde ich gibt's ganz ehrlich zu an den Geschäftsbedingungen, die man dann akzeptieren muss ist die Länge.

00:14:54: das kleine, dass man fast mit der Lupe rangehen muss einfach nicht zugänglich für den Verbraucher ist.

00:15:01: Ist das auch ein Feld, was Sie bedenken?

00:15:03: Ja

00:15:04: unbedingt!

00:15:05: Wir verzichten gänzlich darauf Zustimmungspflichtige Cookies oder Ähnliches zu setzen.

00:15:11: also auf dieses persistente Tracking verzichten wir und es macht einmal die User Experience besser weil genau dieser Konsent wegfällt.

00:15:22: Wenn natürlich noch andere Checking-Maßnahmen für Marketingzwecke ähnliches eingesetzt werden, muss natürlich dieses Popup trotzdem gezeigt werden.

00:15:29: Das ist klar!

00:15:30: Aber jetzt durch unsere Lösung würde das nie erforderlich sein.

00:15:36: Dieses Problem, dass sich so eine Regulierung irgendwann fest setzt, dann versucht man sich irgendwie Wege drumherum zu suchen und dann bleibt es am Ende bei einem Zwischenweg hängen wie im Konsent Pop-up Fenster, wo man dann sich eben ein Prinzip in eine halbe Stunde durchs Kleingedruckte lesen muss.

00:15:53: Ist sicherlich nicht besonders nutzerfreundlich und da das ist aber schwer aufzulösen weil so viele Parteien mit involviert sind vom regulatorischen bis hin zum unternehmerischen.

00:16:06: Aber wir sehen schon und jetzt wieder vielleicht auf unsere Kunden bezogen Jeder Klick mehr ist sicherlich In einer Customer Journey immer ein Hindernis Und deswegen gerade wenn es um die Optimierung von Conversion Rates geht, also klickt der Kunde am Ende doch auf Kauf ein Jahr oder nein.

00:16:26: Oder muss er noch mal irgendeinen lästigen Banner wegklicken?

00:16:29: Hilfts natürlich da schlank unterwegs zu sein und das ist sicherlich auch ein Vorteil.

00:16:36: ja ganz klar.

00:16:38: Ja oder ich denke man muss vielleicht auch einen realistischen Einschätzung drauf haben.

00:16:43: je mehr man anklicken muss, je mehr Man durchlesen muss desto weniger tut man's.

00:16:49: Und ich denke, je weniger man da hätte und je aufmerksamer und je größer man die Schrift machen würde, desto höher ist die Gefahr dass die Nutzer das tatsächlich sich durchlesen und dann vielleicht so ein bisschen zurückhaltender werden.

00:17:03: Ja unbedingt!

00:17:04: Ich meine es gibt auch immer den Bereich der technisch notwendigen Cookies, die man nicht abwählen kann.

00:17:10: Dann kann man halt diese Website nicht besuchen oder diesen Dienst nicht nutzen Und da kommt eine ganz unterschätzte Komponente noch mit rein.

00:17:20: Das hat was für mich mit der Erreichbarkeit zu tun, also im übertragenen Sinne die Barrierefreiheit von digitalen Dienstleistungen.

00:17:29: Weil wenn ich jetzt als Mensch, als Person meine Rechte wirklich da konsequent ernst nehme und meine privatsphäre Einstellung auf meinem Endgerät wirklich bis ins kleinste Detail mir angeguckt habe für mich so klargezogen habe oder vielleicht ein Plug-in im Browser benutze, was verhindert das beispielsweise.

00:17:52: Solche Cookies einfach gesetzt werden?

00:17:55: Dann kann ich an vielen dieser Webseiten gar nicht kunde werden oder nicht teilnehmen oder nicht mich einloggen weil ich das halt technisch unterbinde und dann wird für mich mein Wunsch datenschutzfreundlich im Internet zu surfen oder Kunde zu werden plötzlich zum Hindernis.

00:18:13: Und ich werde ausgeschlossen, obwohl ich eigentlich nur das tue was mir zusteht nämlich meine Daten zu schützen.

00:18:19: und das sehen wir schon als ein eher strukturelles Problem weil sich dann da viele ja ich sag mal Fachabteilungen oder auch Produktverantwortliche darauf zurücklehnen und sagen ja ich kann es unter die technisch notwendigen packen dann heißt halt ich muss meine Website schützen dann passt das schon.

00:18:37: Aber da gibt es auch immer den Hinweis auf die Verhältnismäßigkeit.

00:18:41: Und das ist halt so ein schwammiger Begriff und sollte aber doch der eine oder andere an manchen Stellen ernster nehmen, weil wenn's jetzt in Nischenbereich ist kann man vielleicht noch einen Auge zudrücken, aber wenns doch am Ende um den Besuch eines jeden möglichen Kunden oder Personen auf meiner Website geht muss man sich wirklich überlegen ob man das organisiert das doch am Ende ein gewisses Datenschutzrisiko offen bleibt.

00:19:12: Vor allen Dingen müsste man es mal offener transportieren, damit auch diejenigen, die sich mit der Thematik eigentlich gar nicht so sehr auskennen und befassen einfach Transparenz haben und das wissen, worauf sie sich einlassen oder?

00:19:23: Ja

00:19:23: unbedingt!

00:19:24: Also da spielt Aufklärung eine ganz große Rolle also sowohl auf der Verbraucherseite von uns, die wir im Internet unterwegs sind was dann im Hintergrund eigentlich passiert oder nicht passiert Seite der Unternehmen, die solche Technologien dann verwenden und es verwendet ja jeder.

00:19:42: Also alle sind herzlich eingeladen zu kommentieren oder ihre Ideen in den Chat zu schreiben oder in die Kommentare zu schreiben wenn sie wissen wie's ohne geht.

00:19:53: aber die meisten Webseiten setzen am Ende doch auf irgendeine Form von einer Botschutz-Lösung sei das jetzt ein klassisches Capture der CDN-Ebene einer Web Application Firewall oder irgendwas.

00:20:07: Aber am Ende gibt es immer ein Layer, der einfach Apps und Websites vor Missbrauch schützt.

00:20:14: Und da findet immer die Interpretation von Daten statt.

00:20:18: Wenn's dann ins Detail geht und man dann definieren möchte ist das in Personenbezug ja oder nein?

00:20:23: Da dürfen sich dann die Datenschutzanwälte im Kleinen verlieren.

00:20:27: aber In der Summe passiert es immer.

00:20:29: und dass ganz vielen Menschen überhaupt nicht bewusst Und man will ja auch nicht mit jedem kleinen technischen Detail immer beherrlicht werden, aber so eine Grundverständnis dafür schadet nicht auf Verbraucherseite wie dann auch auf einsetzenden Seite also auf Anwenderseite bei den Verantwortlichen für diese Plattformen oder Webseiten.

00:20:50: Wir haben vor ungefähr

00:20:52: sieben

00:20:52: Minuten gesagt unsere Kunden wissen was wir tun und was wir nicht

00:20:58: tun.

00:20:58: Was tun Sie denn nicht?

00:21:00: Was tun wir nicht?

00:21:02: Also, wir jetzt nochmal genau in Bezug vielleicht auf diese Datenverarbeitung und auf das Thema Tracking mit dem wir uns jetzt so lange beschäftigt haben.

00:21:10: Was wir nicht tun ist... Wir bauen keine Profile auf.

00:21:14: Das bedeutet, wir Tracken-Nutzerinnen und Nutzernicht von einer Session oder von einem Website auf die nächste und können damit irgendwie einen Surferhalten nachvollziehen in irgendeiner Form Werbedaten zu verkaufen oder so.

00:21:29: Das tun wir alles genau explizit nicht, sondern für uns ist eine Interaktion, die wird anonymisiert es gibt keinen natürlichen Personenbezug mehr und das ist für unser Geschäftsmodell eben auch völlig irrelevant.

00:21:44: Und das ist glaube ich dann eben auch das Entscheidende.

00:21:47: also wir fokussieren uns auf die Produktkategorie Botschutz mit verschiedenen Ausprägungen.

00:21:54: Aber es gibt keine anderen dezidierten Daten, Geschäftsmodelle im Hintergrund die es irgendwie den Anreiz darstellen würden doch am Ende noch mal hier und da was draus zu machen.

00:22:07: deswegen ist uns wirklich der Schutz und dieses Vertrauen im Internet diese Unabhängigkeit sehr wichtig und hoffen vielleicht auch mit unserem CaptureWitch Vertrauenslayer wieder mit zurückzubringen.

00:22:20: Es gibt ja viele Themen, egal ob im Online-Shopping oder im Bankenbereich, Zertifizierungen, Visualisierungen die einem das Gefühl geben sollen.

00:22:29: hier bin ich in guten Händen und so versuchen wir uns auch darzustellen.

00:22:33: Ich finde das war ein wunderbares Schlusswort.

00:22:36: Jonas Darmes herzlichen Dank dass Sie dabei waren und ich wünsche Ihnen jetzt noch einen wunderbaren Nachmittag.

00:22:42: Herzlichen Dank für die Einladung!

00:22:44: Ich fand es auch ein sehr schönes Gespräch und wünsch Ihnen alles Gute.

00:22:48: Das war Highspeed, der Netzwerk-Podcast von PandaCom.

00:22:52: Hat Ihnen die Folge gefallen?

00:22:54: Dann hinterlassen Sie gerne eine positive Notiz überall da wo es Podcasts gibt!

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